Mit welchen Impfungen schütze ich die Gesundheit meiner Katze?

Mit welchen Impfungen schütze ich die Gesundheit meiner Katze?

Katzen sind ganz besondere Wesen. Wer einem Stubentiger ein Zuhaue gibt, muss Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch die Gesundheitsvorsorge und diese beginnt mit der Impfung.

Warum müssen Katzen geimpft werden?

Die Veterinärmedizin leistet Großartiges. Von der Physiotherapie bis hin zur Tumortherapie, mit neuesten Geräten und medizinischen Verfahren wird so manches Katzenleiden geheilt und das Leben der Samtpfoten verlängert. Das ist erfreulich, denn dadurch werden unsere Haustiere immer älter. Dennoch sind bei Katzen noch einige Krankheiten im Umlauf, bei denen eine Heilung meist nicht möglich ist. Wer sein Tier liebt, schützt es durch ein vollständiges Impfprogramm.

Welche Impfungen sind sinnvoll?

Es kann jeden Tierbesitzer nur empfohlen werden, seinen Vierbeiner gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche impfen zu lassen. Der Katzenschnupfen ist keine harmlose Katzenkrankheit und mit einem Schnupfen unter dem wir Menschen öfters leiden, überhaupt nicht zu vergleichen. Bei der Samtpfote treten Symptome wie häufiges Niesen und Augen- sowie Nasenausfluss auf. Außerdem werden von der Infektion in einigen Fällen auch die Lunge und die Bronchien des Vierbeiners geschädigt. Betroffen von der Krankheit sind hauptsächlich junge, ungeimpfte Katzen, die wiederum von einer ungeimpften Katzenmutter geboren wurden. Wer eine adulte Katze bei sich aufnimmt, sollte sein Tier ebenfalls impfen lassen, denn es kommt immer wieder vor, dass auch ältere Tiere an der Infektion leiden.

Genauso gefährlich ist die Katzenseuche. Es handelt sich dabei um eine lebensbedrohliche, hoch ansteckende Viruserkrankung, die nicht nur durch direkten Kontakt übertragen wird, sondern beispielsweise auch durch Kleidungsstücke oder Schuhe. Wie bei fast allen Infektionskrankheiten sind junge Tiere häufiger betroffen. Der Grund dafür ist, dass das Immunsystem noch schwach ist. Solange Kitten von der Mutter gesäugt werden, haben sie einen ausreichenden Schutz. Bis ungefähr zur achten Lebenswoche bekommen Katzenbabys durch die Muttermilch ausreichend Antikörper. Danach sind die Kitten anfälliger für sämtliche Infektionskrankheiten. Kein Katzenliebhaber darf jedoch vergessen, dass auch ältere Katzen an dieser Krankheit erkranken können. Symptome sind Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, sehr hohes Fieber, Erbrechen und starker Durchfall.

Warum sollen Katzen gegen Tollwut geimpft werden?

Obwohl in Deutschland seit zehn Jahren keine Tollwuterkrankung registriert wurde, besteht immer das Risiko einer Infektion. Eine vorbeugende Impfung ist bei Katzen möglich und in jedem Fall empfehlenswert. Ist die Krankheit nämlich ausgebrochen, verläuft sie prinzipiell meist tödlich. Darf die Katze auch ins Freie, fährt sie mit in das Ausland oder wird sie gelegentlich in einer Tierpension versorgt, muss sie gegen Tollwut geimpft werden.

Die tödliche Katzenkrankheit FIP

Die Abkürzung FIP steht für Feline (Katze) Infektiöse (ansteckende) Peritonitis (Bauchfellentzündung). Leider ist die Bezeichnung infektiöse Baufellentzündung sehr unglücklich gewählt, denn nicht die FIP ist ansteckend, sondern die Coronaviren, die bei der Katze die Krankheit FIP auslösen können. Katzenbesitzer müssen sich aber keine Sorgen um sich selbst oder um ihre Lieblinge machen, diese Coronaviren haben nichts mit den neuen Viren der Covid-19 Erkrankung zu tun. Die FIP-Impfung, die korrekt Impfung gegen Coronaviren heißen müsste, ist ab der 16. Lebenswoche möglich. Es handelt sich dabei auch um keine herkömmliche Impfung unter die Haut, sondern um die Verabreichung von Tropfen in die Nase. Dabei wird das Immunsystem lokal stimuliert.

Impfplan für Katzen

Für einen sicheren Schutz unserer Vierbeiner sind folgende Impfungen erforderlich:

  • Erste Impfung mit acht Wochen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen.
  • Vier Wochen später werden die Impfungen wiederholt. Nur dann ist ein vollständiger Impfschutz gewährleistet.
  • Zu diesem Zeitpunkt erfolgt auch die Tollwutimpfung.
  • Auch wenn der Stubentiger frei von Coronaviren ist, kann sie gegen FIP ab der 16. Lebenswoche geimpft werden.
  • Alle Impfungen müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
  • Die vom Tierarzt angegebenen Impftermine sollten eingehalten werden. Falls der Tierarzt keinen anderen Impfplan erstellt, findet eine jährliche Auffrischung statt.

Wir lieben Katzen und haben eine jahrelange Erfahrung in der Haltung dieser ganz besonderen Lebewesen. Deshalb raten wir jeden Katzenhalter, sein Tier impfen zu lassen. Vor allem Katzen mit Freigang sollten unbedingt geimpft und kastriert sein. Wer bereits eine oder mehrere Katzen besitzt und ein weiteres Tier bei sich aufnimmt, sollte vor dem Einzug den neuen Mieter gegen Leukose, auch Katzenleukämie genannt, impfen lassen. Katzenleukämie ist sehr ansteckend und hat einen schleichenden Verlauf. Die Erkrankung wird durch Kontakt wie dem gegenseitigen Putzen oder bei Revierkämpfen bei Freigängerkatzen übertragen. Wichtig ist, dass vor der Impfung gegen Katzenleukämie ein Leukosetest durchgeführt wird.


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Letzte Aktualisierung am 21.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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