Welche Katze passt am besten zu mir?

Welche Katze passt am besten zu mir?

Vorbereitungen für den neuen Hausgenossen

Gute Planung hilft Ihnen, das richtige Kätzchen (Rassekatze oder Mischling) zu finden und alles für seinen Einzug vorzubereiten. So stellen Sie die Weichen für einen guten Start.

Ist die Katzenhaltung erlaubt?

Bevor Sie sich entscheiden, ob und welche Katze ins Haus oder in die Wohnung kommt, sollten Sie als erstes die Frage klären: Darf ich überhaupt eine Hauskatze halten?


Sind Sie Hausbesitzer, ist die Frage natürlich überflüssig. Aber auch der Besitzer einer Eigentumswohnung dürfte damit keine Probleme haben, denn er muss sich die Katzenhaltung von der Eigentümerversammlung nicht verbieten lassen – vorausgesetzt, die Katze stört die Hausgemeinschaft nicht in unzumutbarer Weise.


In den meisten Mietverträgen ist die Tierhaltung genau geregelt und bedarf der Einwilligung des Vermieters. Er darf sie allerdings nur untersagen, wenn die Tierhaltung nachteilige Auswirkungen auf die Mietsache, zum Beispiel Beschädigung der Wohnung, oder auf die anderen Mieter hat.
Sobald der Vermieter aber auch nur einem anderen Mieter die Haltung einer Katze erlaubt, können Sie “gleiches Recht für alle” fordern.
Auf alle Fälle sollte die Erlaubnis für die Tierhaltung im Vorfeld geklärt werden, denn leider landen durch Nicht- oder Fehlinformation immer wieder Katzen im Tierheim.
Haben Sie diese Erlaubnis eingeholt und sich sich die Regeln für Katzenfreunde durch den Kopf gehen lassen und Ihr Entschluss für eine Katze steht immer noch fest, so stellt sich nun die Frage:

Was für eine Katze?

Hier haben Sie die Qual der Wahl, welche Katze es denn werden soll. Allerdings wird das Auswählen des neuen Mitbewohners auch unheimlich viel Spaß machen.
Sicher haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob Sie einem Rassekätzchen ein neues Zuhause geben möchten. Bevor man sich für ein bestimmtes Tier entscheidet, sollte man möglichst viele kennenlernen, denn das Kätzchen wird Ihr Lebensabschnittspartner für die nächsten circa 15 Jahre, und man nimmt ja auch nicht den erstbesten menschlichen Partner, der einem begegnet.
Alle Katzen sind Individualisten, ob sie langes oder kurzes Haar, Stammbaum oder keinen besitzen. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrem Äußeren und in ihren oft rassebedingten Eigenschaften.

welche Katze

Tipp: Grundsätzlich kann man davon ausgehen: je schlanker eine Katze ist, um so lebhafter ist ihr Charakter. Je kräftiger oder vollschlanker, um so ruhiger ist die Katze.
Aber auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Natürlich bezieht sich diese Aussage auf die erwachsene Katze, denn alle kleinen Kätzchen sollten lebhaft und verspielt sein. Ist dies nicht der Fall, so sind sie möglicherweise gesundheitlich nicht ganz in Ordnung.

Welche Katze soll es werden, Hauskatze, Mischling oder Rassekatze?

Die Mehrzahl unserer Katzen gehören in die Familie der Hauskatzen. Sie gibt es in allen Farbschattierungen, wobei die Getigerten immer noch den größten Anteil ausmachen. Ihre Augen sind fast immer von grünlicher Farbe. Das kurze Haar ist relativ pflegeleicht, und dank ihrer angeborenen Sauberkeit übernimmt die Katze die meiste Pflege selbst.
Leider haben die meisten Hauskatzen einen ausgesprochenen Freiheitsdrang und sind deshalb als reine Wohnungskatzen nur bedingt zu halten.

Tipp: Wer seine Katze mehr im Haus oder in der Wohnung halten möchte, wird sich doch eher unter den Rassekatzen nach einem künftigen Hausgenossen umsehen. Rassekatzen werden seit etwas mehr als 100 Jahren gezüchtet, und es gibt sie in verschiedenen Variationen.

Langhaarkatzen

Perserkatzen

Die Perserkatze wird in vielen Farbschattierungen gezüchtet. Die einfarbigen Perser gibt es in den Farben Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Creme, Rot und Weiß. Daneben gibt es zweifarbige Perser in Blaucreme und Schildpatt oder in einer dieser Farben mit Weiß. Sie heißen dann Bicolor, Harlekin oder Van-Bicolor, je nach Weißanteil des Fells.
Außerdem werden die meisten Farben auch mit Zeichnungsmuster gezüchtet, je nach Zeichnung als Classic-Tabby, Mackerel-Tabby oder Spotted-Tabby. Eine weitere Variante sind die Perser mit Tipping (das weiße Haar ist an den Spitzen auf eine bestimmte Länge eingefärbt): die Smoke, die Shaded und die Chinchilla.


Alle Perserkatzen sollten einen breiten, runden Kopf mit vollen Wangen und weit auseinander stehenden kleinen Ohren haben. Die Augen sind groß, rund, und bis auf wenige Ausnahmen verlangt der Standard tieforangene oder kupferfarbene Augenfarbe. Der gedrungene Körper ruht auf kurzen, stämmigen Beinen mit runden Pfoten. Das Fell soll lang, dicht und seidig sein, und der Schwanz kurz und buschig. Perserkatzen sind leider nicht besonders pflegeleicht, und das Kämmen sollte bei dieser Rasse zur täglichen Pflicht gehören.

Perserkatze

Colourpoint

Zur Perserfamilie zählen auch die Colourpoints früher auch Khmerkatzen genannt. Sie haben den Körperbau und das langhaarige Seidenfell der Perser, sind aber wie die Siamkatzen Teilalbinos, haben deren schöne blaue Augen und ihre Färbung, also eine hellere Körperfarbe und dunkler gefärbte Abzeichen im Gesicht, an den Ohren und Beinen sowie am Schwanz. Es gibt sie in allen Farbschattierungen der Siamesen.

Exotic Shorthair

Sie ist die kurzhaarige Variante der Perserkatze und wird in allen möglichen Perserfarben gezüchtet. Colourpoint und Exotic Shorthair sind wie die Perserkatzen nicht unbedingt pflegeleicht zu nennen.

Fazit

Die Wahl der richtigen Katze ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man die obigen Hinweise beachtet. Wenn man sich nicht sicher ist, hilft auch ein Besuch im Tierheim um verschiedene Katzen kennen zu lernen. Außerdem kann man auch einen Online Test machen, den ich hier gefunden habe.

Soll es dann eine Rassekatze werden, kann man sich die Tiere meist bei professionellen Züchtern anschauen und sich über die Besonderheiten der Katzenrasse beraten lassen.

Zukünftige Katzenhalter sollten sich überlegen, ob sie nicht gleich zwei Katzen aufnehmen wollen. In diesem Beitrag habe ich ausführlich über die Einzelhaltung von Katzen geschrieben.

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